Wordpress als CMS

[Update: Inzwischen gibt es einen Relaunch der Seite. Natürlich wieder mit Wordpress. Nachzulesen hier]
Nachdem es mit dem Aufsetzen dieses Blogs so gut geklappt hat, kam ich auf die Idee, auch den grafischen Relaunch meiner Website www.schelperdesign.net über Wordpress zu realisieren. Es sollte eine gestalterisch sehr reduzierte Lösung werden, einfach strukturiert und ohne umständliche Basteleien.
Inzwischen muss man Wordpress nicht mehr allzusehr »gegen den Strich« bürsten um damit eine einfache Website umzusetzen. Die Navigation kann man über statische Seiten (pages) gut gestalten, die eher dynamischen Artikel (Posts) ignoriert man einfach. Über Seitentemplates und eine Randspalte (Sidebar) mit wechselnden Inhalten kommt man in relativ kurzer Zeit zu guten Ergebnissen.
Just Wordpress – ganz ohne PlugIns
Grundlage für mein Layout war ein einfaches dreispaltiges Theme. In der linken Randspalte sollte die Navigation stehen, in der Mitte der Haupttext und in der rechten Randspalte wollte ich wechselnde Inhalte mit Bezug zum Haupttext platzieren. Der Header enthält im wesentlichen Bilder.
Im ersten Schritt habe ich das Layout über die CSS-Datei style.css aufgebaut. Im nächsten Schritt habe ich eine Reihe von Sidebars erzeugt, insgesamt sind es fünf.
Man dupliziert dazu einfach die sidebar.php so oft man möchte und benennt sie entsprechend um. Diese Sidebars habe ich dann in einfache Seiten-Templates eingebaut, so dass ich am Ende für jede Rubrik eine Seitenvorlage hatte, die eine bestimmte Randspalte enthielt. Beispiel: In Template leistungen.php ist sidebar_2.php eingebunden, in Template profil.php ist sidebar_3.php eingebunden.
Um die Sidebars über das Menü in Darstellung/Widgets im Backend bearbeitbar zu machen, muss man in der functions.php die Anzahl der Sidebars eintragen. In meinem Fall sind es fünf, also trage ich diese Zahl in der Datei ein: register_sidebars(5).
Jetzt erscheinen alle Randspalten rechts oben auf der Widgets-Seite und lassen sich mit den verschiedenen Widgets füllen. Das wars im Prinzip schon.
Komplexe Randspalten
Ich hatte zunächst noch das PlugIn Side Content installiert. Über dieses PlugIn kann man Boxen erzeugen, die dann im Bearbeitungsmodus direkt unter dem Texteditor-Feld angezeigt werden. Die Boxen kann man frei benennen und ihre Anzahl ist im Prinzip unbegrenzt. Auf diese Weise lassen sich gleich beim Verfassen des Haupttextes die Inhalte der Randspalte bearbeiten, die zur Seite gehören soll.
Das klingt spannend, die Handhabung hat es aber in sich.
Man entwirft zum Beispiel eine Box mit dem Namen »Nachrichten«. Diese Box kann man nun auf jeder Seite (page) mit anderen Inhalten befüllen. Der Name der Box ist aber immer derselbe.
Diese Box wird über nun die Widget-Funktion in die Sidebars integriert. Man hat also einen Boxnamen (und ein Sidebar-Widget), aber es erscheinen darin verschiedene Inhalte. Nämlich jeweils der Inhalt, den man auf der betreffenden Seite (page) in die Box unter dem Texteditor-Feld eingetragen hat.
Eine der Konsequenzen: Will man immer ein und denselben Inhalt darstellen, muss man diesen Inhalt per copy&paste auf jeder Seite eintragen. Vergisst man das an einer Stelle, bleibt die Randspalte leer.
Mich hat das zunehmend verwirrt. Mir ist es lieber, ich habe eine Box mit einem Inhalt. Diese Version lässt sich aber ganz ohne PlugIn über das Sidebar-Widget »Text« realisieren.
Die Sache mit Google
Es gibt auch Stimmen gegen den Einsatz von Wordpress als CMS. Das Argument: Eine Website, die im Gewand eines Blogs daherkommt, aber nicht wirklich eines ist und daher nicht mit immer neuen Inhalten aufwarten kann, wird von Google im Ranking herabgesetzt. Weil Google ein Blog, in dem sich nichts tut, als weniger relevant einstuft.
Nun wird aber grundsätzlich jede Seite, die ein vernachlässigtes Dasein im Netz fristet und nicht regelmäßig mit neuen Inhalten befüllt wird, von Google schlecht bewertet. Denn dort gibt es ja nichts Interessantes mehr zu lesen. Andererseits ist die Technologie von Google wohl eines der bestgehütetsten Geheimnisse der Netzwelt und es ist unklar, wie Google nun genau die vielen Faktoren bewertet, die in das Ranking einfließen.
Möglichkeiten und Grenzen
Wichtiger ist in meinen Augen, dass man sich klar darüber ist, welche Anforderungen die Website erfüllen soll. Der Umfang und die Funktionalitäten der Website sollten übersichtlich bleiben. Sind deutlich mehr als 30 statische Seiten zu bewegen und werden viele PlugIns eingebunden, wird sich Wordpress etwas schwertun und die Performance wird leiden.
Auch allzu komplexe Strukturen lassen sich mit Wordpress nicht abbilden. Am besten bleibt man recht nah an der Blogstruktur, weil man sonst bei Verwaltung und Pflege der Seite auf Dauer nicht glücklich wird.
Andererseits bietet Wordpress alle möglichen netten Spielereien, die eine Website zeitgemäß und lebendig machen. Man kann recht einfach allerlei interaktive und kommunikative Elemente einbinden, wie z.B. RSS-Feeds, Umfragen oder eine Bildergalerie. Wordpress ist hier in der Regel für jede Schandtat zu haben.










[...] Wordpress als CMS – (Artikel von augenschoner.de) [...]