10. Mai 2010

Wie man ein Unternehmens-Blog auf die Beine stellt

Social Media — von Kirsten Schelper | Artikel drucken

Jede Firma hat inzwischen eine Website, deutlich weniger Unternehmen unterhalten ein Blog. Dabei steckt in diesem Medium eine Menge Potenzial für Marketing, PR und Imagepflege. In diesem Artikel möchte ich kurz beleuchten, wie ein Blog die Firmen-Website ergänzen kann.

Was ist ein Blog überhaupt? Eine schöne Definition habe ich beim ZDF-Kinderkanal ZDFtivi gefunden. »Es geht um eine Seite im Internet, auf der jemand täglich oder häufig berichtet – zum Beispiel von einer Reise, von seiner Arbeit oder einfach von seinem Leben.«
Wo das Instrument Blog im Umfeld der Kommunikationsmaßnahmen zu finden ist, zeigt die Grafik:

Blogs gehören zu der Gruppe der Social Media. Kurz gesagt: Das Unternehmen erzählt, hört zu und beantwortet Fragen.

Die Vorteile

  • Blog-Leser sind Multiplikatoren. Über ein gut gemachtes Blog erreicht man ein breiteres Publikum als mit klassischen Werbemaßnahmen: Blogleser tauschen sich untereinander aus und tragen Inhalte weiter (Stichwort Empfehlungsmarketing)
  • Ein gut geführtes Blog ist gut für die Imagepflege:
    Die Aussagen werden als authentischer wahrgenommen als die auf der »offiziellen« Website. Der Ton ist persönlicher, das Anpreisen von Leistungen und Produkten steht nicht im Vordergrund.
  • Etablieren eines Expertenstatus: Ein Blog ist die ideale Plattform, die Kompetenz eines Unternehmens herauszuarbeiten und bekannt zu machen. Kein statisches Medium kann das leisten.
  • Ein Blog erzielt deutlich mehr Traffic als eine Unternehmens-Website; das heißt, eine breitere Öffentlichkeit wird erreicht. Die Folge ist eine gute Präsenz bei Suchmaschinen (Ranking) und damit eine bessere Präsenz in der Öffentlichkeit
  • Ein Blog pflegt den Dialog: Hier kann man sich aktiv mit Partnern, Kunden und Interessenten vernetzen und Beziehungen pflegen
  • Ein Blog ist einfach und schnell zu aktualisieren dank speziell angepasster Redaktionsoftware: Nach einer kurzen Einweisung kann jeder im Unternehmen das Blog bedienen

Die Inhalte

Das Unternehmen und seine Produkte stehen nicht im Mittelpunkt eines Blogs. Diesen Teil übernimmt ja schon die Unternehmens-Website. Auch Pressemitteilungen gehören nicht hierher.
Das Blog rückt vielmehr andere Seiten Ihres Unternehmens ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Ihre Begeisterung für das Produkt, Ihre Ideen, der Blick über den Tellerrand und gesellschaftliches Engagement.

Beispiele für Themen, die ein Blog tragen können:

  • Kundenbindung; Beispiel: DasNokia Conversation Blog bindet Kundenmeinungen in die Entwicklung neuer Produkte ein
  • Soziales Engagement
  • Engagement für die Umwelt; Beispiel: Das Blog des Sportbekleidungsherstellers Patagonia The cleanest line
  • Mitarbeiter sprechen lassen; Beispiel: »Mit den Benztown-Beduinen von Stuttgart nach Jordanien« im Daimler-Blog oder das Blog des Reiseführerverlags Tripwolf, das Geschichten von Menschen und ihren Reisen erzählt
  • Ausbildunginitiativen
  • Innovations- und Zukunftsprojekte

Den Dialog aktiv gestalten

Ein Blog hat eine gewisse Eigendynamik, denn die Leser können Kommentare abgeben und es kann passieren, dass auch mal negative Reaktionen im Blog landen. Die Kommentare werden jedoch vom Betreiber moderiert und das Gespräch in der Regel gut zu lenken. Wichtig ist allerdings, auf das Feedback der Nutzer tatsächlich zu reagieren. Beantworten Sie Fragen, gehen Sie auf konstruktive Kritik ein. Ein Blog ist ein Echtzeit-Medium: Das heißt, es braucht regelmäßige Aufmerksamkeit.

Erste Schritte zum eigenen Unternehmens-Blog

  • Formulieren Sie Ihre Themen: Was liegt Ihnen am Herzen, was begeistert Sie, wo möchten Sie etwas bewegen, welche Erfolge beflügeln Sie
  • Finden Sie heraus, wen genau Sie ansprechen wollen. Richten Sie Themen und Inhalte möglichst exakt nach Ihren Lesern aus.
  • Holen Sie andere ins Boot:
    Kollegen, Kunden, Mitarbeiter, erfahrene Blog-Autoren als Redakteure, Gastautoren
  • Pflegen Sie einen authentischen Ton: Werbetexte und Selbstdarstellung sind Tabu
  • Planen Sie, so dass Sie Echtzeit kommunizieren können:
    Das Blog sollte mindestens zwei neue Beiträge pro Woche aufweisen können, jedes Feedback (Kommentare) sollte zeitnah moderiert bzw beantwortet werden
  • Last but not least: Fragen Sie jemanden, der sich damit auskennt: Nachricht an schelperdesign.net.

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hatte die Idee zu diesem Blog. Sie ist die Fachfrau für nutzerfreundliche und verständliche Technik. Nach einem Studium der Physikalischen Ingenieurwissenschaft führte sie der Weg schließlich in die Kommunikations-Branche und zu TYPO3. Elisabeth Hölzl ist Certified TYPO3 Integrator.
Hier im Blog erklärt Sie Ihnen, wie Technik funktioniert – und nicht warum. Und was ein Taxifisch ist, erfahren Sie hier: www.taxifisch.de

Kirsten Schelper

ist studierte Kommunikationsdesignerin und Fachfrau fürs Design. Stets interessiert an neuen Entwicklungen nehmen Webanwendungen einen immer größeren Raum in ihrer Arbeit ein. So war sie schnell von der Blog-Idee begeistert und ist verantwortlich für die grafische Umsetzung. www.schelperdesign.net

Katja Schwarz

ist Spezialistin für klares, elegantes Webdesign und für den klugen Code dahinter. Ihr Fachgebiet sind anspruchsvolle Websites für Unternehmen und Freiberufler. Ihre Arbeiten sind grafisch stets auf das Wesentliche reduziert, kommunikativ und ausdrucksvoll. Was man mit modernem Webdesign so alles machen kann, sehen Sie hier: Ein Code, viele Designs. www.schwarz-arbeit.com