Welchen hätten Sie denn gern?
Die wenigsten Nutzer machen sich Gedanken darüber, welchen Browser sie nutzen. Sie nehmen einfach den, der schon auf ihrem Rechner installiert ist. Und da der Rechner wahrscheinlich unter Microsoft-Windows läuft ist das in der Regel der Internet-Explorer.
Zwar hat das Programm nicht den allerbesten Ruf, man hört man eine Menge über Sicherheitsprobleme und andere Unzulänglichkeiten. Aber die Softwarehersteller kümmern sich ja regelmäßig um die Sicherheitslücken. – Oder?
Methusalem im Netz
Wer mit Windows XP arbeitet, sollte nachschauen, ob er nicht mit einer stark veralteten Version des Internet-Explorers unterwegs ist, also mit Version 6 oder älter. Der IE6 wird nämlich seit 2001(!) nicht mehr weiterentwickelt und geizt nicht mit offenen Sicherheitlücken und Darstellungsfehlern.
Dass eine unentdeckte Sicherheitslücke teuer werden kann, ist jedem klar. Aber auch die Darstellungsfehler kosten Geld. Während andere Browser (Firefox, Opera oder Safari) die aktuellen Webstandards weitgehend fehlerfrei interpretieren, also den Code hinter der Seite korrekt darstellen, liefert der Internet-Explorer – und hier besonders die Version IE6 – ganze Fehlerkaskaden. Das bedeutet für Webentwickler, dass sie ihren Kunden stets ein Extrahonorar für aufwändige “Workarounds” in Rechnung stellen müssen. Denn der Explorer braucht für viele Standard-Features eine Extrawurst. Das macht Webdesign für den Endkunden unnötig teuer und dem Designer macht’s keinen Spaß.
Seit einiger Zeit gibt es die Initiative “IE Death March“. Heise-online berichtet darüber im Artikel Webmaster-Aufstand gegen alte Internet Explorer. Eine Gruppe von Web-Entwicklern aus Norwegen haben sich das Ziel gesetzt, bis März 2009 veraltete Explorer-Versionen aus dem Netz zu vertreiben. Der Initiative haben sich bereits zahlreiche norwegische Nachrichtenseiten angeschlossen, die auf ihren Webseiten erklären, dass sie den IE6 nicht mehr unterstützen.
Weg mit den alten Kamellen
Irgendwann wird sich sicher auch Microsoft auf die Webstandards einstellen, von der allerneuesten Entwicklung, dem Internet-Explorer 8, hört man entsprechende Gerüchte. Aber es gibt ja längst eine große Auswahl moderner und sicherer Programme fürs Netz. In punkto Sicherheit und Funktionsvielfalt hat hier der Firefox die Nase vorn. Aber auch Opera und Safari haben einen guten Ruf. Googles Neuentwicklung Chrome ist ein wenig in Verruf geraten, ist doch nicht klar, über welche Wege und zu welchen Zwecken der Browser Nutzerdaten sammelt.
Mein Lieblingsbrowser ist inzwischen wieder – nach dem Wechsel zu OSX (Leopard) – Apples Safari. Safari ist schnell, sicher und außerordentlich angenehm zu bedienen. Was nur wenige wissen: Safari gibts auch für Windows-Systeme. Zum Beispiel hier: Safari für Mac und PC.









