3. Februar 2010

Futter für Google mit »Rich Snippets«

Das Web erklärt — von Elisabeth Hölzl | Artikel drucken

ChickadeeSeit einiger Zeit experimentiert Google mit so genannten »Rich Snippets«.
»Rich Snippets« sind kleine Schnipsel im Code einer Website, die helfen sollen, Informationen wie z.B. Adressen, Kontaktdaten, Termine oder Produktbewertungen herauszufiltern.

Noch sind  Rich Snippets nicht weit verbreitet, nur wenige Seiten im Netz bieten sie an. Mit zunehmender Verbreitung könnten die Schnipsel aber zu einem sehr wirkungsvollen Instrument werden. Bereiche einer Seite lassen sich damit sehr komfortabel mit zusätzlichen Informationen anreichern. Über Links kann man Inhalte miteinander verknüpfen, z.B. eine Adresse mit einer Karte oder ein Text mit einem Beitrag in einem Sozialen Netzwerk.

Technically speaking

Die Snippets sind ist relativ leicht in den Code einzubauen. Die Bereiche, die bestimmte Informationen enthalten, werden mit einer Klasse gekennzeichnet, damit die Suchmaschinen-Software sie erkennen und herauslesen kann.

Das sieht dann genauso aus wie eine CSS-Klasse, ist aber keine. Mit den Klassen vcard, fn org oder adr kann man beispielsweise eine Adresse kennzeichnen.

<div class="vcard">
    <span class="fn org">Firma Maier</span>
    <div class="adr">
        <div class="street-address">Musterstraße 17</div>
        <span class="postal-code">81247</span>
        <span class="locality">München</span>
    </div>
    <div class="tel">089 1234567</div>
    <div class="fax">089 1234567</div>
    <a class="email" href="mailto:info@maier.com">info@maier.com</a>
</div>

Das ist beispielsweise dann interessant, wenn eine Website auf dem iPhone aufgerufen wird. Das iPhone erkennt die Information und übernimmt sie per Fingertipp direkt ins Mailprogramm oder es wählt die Telefonnummer.

Google unterstützt derzeit die beiden Formate RDFa und microformats(hCard). Wer die Entwicklung der Snippets im Auge behalten will, sollte sich das Add-on Operator für Mozilla Firefox installieren. In einem zusätzlichen Toolbar zeigt der Browser an, welche Microformats eine Seite enthält.

Eine Tabelle mit allen Microformats und ihren Anwendungsmöglichkeiten hat Tobias Hauser zusammengestellt.

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