Apps fürs iPhone einfach realisieren
Das iPhone mit seinem revolutionären Bedienkonzept hat den Smartphones die Tür zum Internet geöffnet.
Immer mehr Firmen nutzen mit speziellen Apps diesen neuen Kanal für die Kommunikation mit ihren Kunden und bringen kleine Programme für das iPhone heraus.
Das ist gar nicht so kompliziert, wie man denkt.
Foto: Apple Inc.
Web-App oder Native App?
Wer ein Programm fürs iPhone haben will, muss sich zunächst für einen von zwei Wegen entscheiden: Soll es eine »native« Applikation sein, also ein klassisch programmiertes Stück Software (Apple nutzt Objective-C), oder darf es auch eine so genannte Web-App sein?
Eine Web-Applikation ist im Prinzip nichts anderes als eine Website. Web-Apps nutzen den Code aus dem Werkzeugkasten der Webdesigner, nämlich HTML, CSS und Javascript. Das Know-How zu diesen Instrumenten ist in der Entwicklergemeinde weit verbreitet. Jeder professionelle Webdesigner kennt sich damit aus, für Objective-C muss man einen Spezialisten finden.
Eine Web-App braucht keine offizielle Zulassung durch Apple. Wer mit einer iPhone App Geld verdienen möchte, der kommt zwar um den App-Store nicht herum. Wer hingegen seinen Kunden »nur« einen speziellen Service bieten möchte, für den ist der Weg über den App-Store nicht in jedem Fall attraktiv. Der Prozess der Zulassung kann sich lange hinziehen und es ist oft sinnvoller, das Programm in dem Zusammenhang zu präsentieren, in dem der Kunde es auch nutzen soll: Nämlich auf der eigenen Website.
Licht und immer weniger Schatten
Eine Web-Applikation braucht im Prinzip eine aktive Verbindung zum Internet, um zu funktionieren. Native Programme laufen auch offline, wenn zum Beispiel die Funkverbindung im Flugzeug abgeschaltet ist. Der neue Standard HTML5 bringt jedoch Abhilfe für dieses Problem. Mit HTML5 lassen sich Web-Apps realisieren, die auch offline, also ohne aktive Internetverbindung, laufen.
Auch kann man mit Javascript nicht alle Funktionalitäten des iPhone ansprechen. Doch die Entwicklergemeinde arbeitet auch an diesem Problem: Das Framework Big5 beispielsweise kann auch die GPS-Funktionalität des iPhone integrieren. Big5 ist eines von vielen so genannten Frameworks, das sind Baukastensysteme für die Entwicklung von Web-Apps. Grundlegendes Know-How in Javascript, HTML und CSS vorausgesetzt lassen sich damit in relativ kurzer Zeit Web-Apps zusammenbauen.
Web-Apps über offene Standards wie Javascript haben noch einen wichtigen Vorteil: Viele Betriebssysteme verstehen Javascript. Es ist daher mit geringem Aufwand möglich, eine iPhone-Web-App an andere Mobilgeräte anzupassen.
Meine kurze, unsystematische Zusammenfassung
Native Applikation
- Zulassung durch Apple erforderlich
- Relativ hohe Entwicklungskosten
- Vertrieb exklusiv über den App-Store
- Funktioniert auch offline (ohne aktive Internetverbindung)
- Schnelle Performance
Web-Applikation
- Relativ günstige Entwicklungskosten
- Kann auf jeder Website zum Download angeboten werden
- Langsamere Performance
- Für den Nutzer vergleichbar komfortabel in der Bedienung









